Ernährungsrat Bonn und Umland

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Der Ernährungsrat für Bonn und Umgebung in Gründung. Hier vernetzt sich die Gründungsgruppe.
Infos zu Ernährungsräten allgemein gibts hier:
https://bonnimwandel.de/ernaehrungsraete-die-lo...
https://www.inkota.de/themen-kampagnen/welterna...

Der Ernährungsrat für Bonn und Umgebung soll eine Platform bieten, um gemeinsam mit allen Akteuren aus Bürgerschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik ein nachhaltiges Ernährungssystem für Bonn und Umgebung zu schaffen. Zur Zeit sind wir noch im Stadium der Gründungsinitiative, wir arbeiten auf eine offizielle Gründung hin und haben dazu unsere Vision formuliert, wie Ernährung in Bonn in Zukunft aussehen kann. Um Menschen für das Thema zu begeistern und die bereits Aktiven zu vernetzen und sichtbar zu machen, organisieren wir Veranstaltungen wie z.B. die Bio-Gastromesse oder (im September 2019) das Agrikulturfestival.

Ernährungsrat Bonn - Vision 2030

Was ist eine Vision?

Eine Vision beschreibt eine mögliche positive Zukunft.
Sie ist nicht zu verwechseln mit einem Plan.
Sie ist nicht in Stein gemeißelt.
Sie dient der Inspiration aller Beteiligten und zeigt, warum und wofür sich Menschen in diesem Kreis engagieren möchten.

Produktion & Verarbeitung – nachhaltig, fair und gut für alle!

Bonn 2030 bietet lokalen Biobetrieben eine Perspektive und umgekehrt. Nachhaltiges Wirtschaften ist selbstverständlich. Regionale Erzeuger und Handwerksbetriebe sind hoch angesehen. Sie beliefern Restaurants und Kantinen. Auch die Verarbeitung der Erzeugnisse findet mehr und mehr in der Region statt.
Es gibt Molkereien, mobile Metzgereien und Käsereien. Vor den Toren der Stadt wird in großen Food Hubs Ware angeliefert und vorverarbeitet.
So entstehen viele neue Arbeitsplätze. Damit leisten kleine und mittlere Unternehmen einen großen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

*Handel: Bio-Regio sind selbstverständlich, die Vermarktungswege sind vielfältig. *

Lokal verwaltete „Essbar“-Läden verkaufen die in der Stadt produzierten Lebensmittel. Landwirte und Gärtner_innen können hier ihr Gemüse abliefern.
Bonn hat mehr Wochenmärkte und weniger Discounter. In den Supermärkten gibt es mehr regionale Produkte. Der Öko-Markt in Bonn hat mehr Stände als der Wochenmarkt und auch auf dem Wochenmarkt ist Bio selbstverständlich.
Vielleicht hat sich eine regionale Bio-Vermarktungs-genossenschaft gegründet, bei der Bonner_innen einfach und günstig einkaufen können.

Bildung: sinnlich und fröhlich!

Alle Bonner Kinder und Jugendlichen erleben in ihrer Kita- und Schulzeit eine sinnliche und fröhliche Ernährungsbildung.
Gute Ernährung ist nicht nur Schulfach, sie wird auch in Schulgärten und Schulküchen gelebt. Jedes Kind weiß, wie Landwirte arbeiten. Es gibt Schulbauernhöfe und Schulgärten.
Auch zwischen Kitas/Grundschulen und Senioreneinrichtungen gibt es Kooperationen. Die Senior_innen bringen den Kindern wertvolles Wissen rund ums Gärtnern oder Kochen bei. Die Kinder helfen den älteren Menschen bei praktischen Tätigkeiten.

Stadt- & Raum-Entwicklung: Gutes Essen voll im Plan!

Bonn hat im Jahr 2030 eine professionelle Stadternährungsplanung. Daraus ergeben sich mehr landwirtschaftlich genutzte Flächen, Urban-Gardening-Projekte und grüne öffentliche Räume über die ganze Stadt verteilt. Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist als wichtiger Faktor für ein nachhaltiges Ernährungssystem fest im Blick.
In allen Stadtteilen gibt es (Bio-)Märkte mit Lebensmitteln aus der Region und soziale Treffpunkte für jedermann. Hier finden sich auch Raum und Zeit für Meinungs- und Erfahrungsaus-tausch; hier entspringen neue Kontakte und konkrete Ideen für ein besseres Essen in der Stadt.

Lebensmittel: Gesunde und regionale (Bio-) Lebensmittel für alle.

Alle Bonner_innen schätzen den Wert nachhaltig erzeugter Lebensmittel und können sie sich leisten.
Auch die Themen Lebensmittelwertschätzung und Verpackungsmüll vermeiden sind tief in den Köpfen verankert: Es wird nur so viel produziert, wie auch verbraucht werden kann.
Supermärkte dürfen keine Lebensmittel mehr wegschmeißen, sondern retten und verwerten diese in enger Kooperation mit Foodsavern oder StartUps. Sie haben ein breites Angebot an unverpackter Ware. Dadurch hat sich der durch Lebensmittel verursachte Verpackungsmüll um 80 Prozent reduziert.

Gemeinschaftsverpflegung & Gastronomie: Restaurants und Kantinen setzen auf Bio und/oder regional!

Sämtliche Bonner Gastronomiebetriebe und Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung bemühen sich um ein saisonales, regionales Angebot mit hohem Bio-Anteil – lecker und gesund!
So finden die Studierenden in den Mensen täglich ein Bio-Essen im mittleren Preissegment. Betriebskantinen bieten mindestens ein Gericht mit saisonalen (Bio-) Lebensmitteln aus der Region an. In Schulen und Kitas ist regionales und/oder Bio-Mittagessen normal und schmeckt den Kindern und Jugendlichen!
Unterm Strich beziehen alle GV-Betriebe ihre Lebensmittel zu mindestens 50 Prozent aus der Region.
Veranstaltungen & Events: Feste feiern und gemeinsam genießen.
Workshops und Veranstaltungsreihen zu den Themen des Ernährungsrates holen die Bonner_innen mit ins Boot. Sie machen Lust auf nachhaltig erzeugte Lebensmittel aus der Region und wecken die Bereitschaft zum Mitmachen.
Auf dem jährlichen Foodfestival wird genussvoll gegessen und gefeiert.

Verbraucher: Gesundheit, Genuss und Gewissen im Einklang.

Nachhaltig erzeugte Lebensmittel einkaufen, zubereiten und gemeinsam genießen stehen in Bonn auf der Tagesordnung aller Bürger_innen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Geldbeutel und Schulbildung.
Persönliche Kontakte zu den Bauern und Handwerkern der Region erlauben einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Ein gemeinsames Verständnis von nachhaltigem Wirtschaften hat sich entwickelt und verleiht dem Essen auf dem Teller eine besondere Wertschätzung.
Eine neue Essenskultur vereinbart die Freude am Genuss und die tiefe Befriedigung über ökologisch und fair erzeugte, gesunde Lebensmittel.

Politik: Hand in Hand für die Ernährungsregion Bonn

Ernährungsrat und Stadt arbeiten Hand in Hand: Ein Expertengremium des Ernährungsrates berät die kommunalen Politiker.
Die Stadt schätzt das Engagement und die Expertise ihrer Bürger_innen. Sie hat die Bedeutung regional erzeugter (Bio-)Lebensmittel für Soziales, Gesundheit und Tourismus erkannt.
Durch geeignete Rahmenbedingungen werden die ansässigen Lebensmittel-Unternehmen zu einer nachhaltigen Erzeugung und Vermarktung motiviert; StartUps werden ermuntert und unterstützt.

Tags: nachhaltig, regional, lokal, landwirtschaft, ernährung, direktvermarktung, gemeinschaftsverpflegung
Topics: Environment, Education, Nutrition and Consumption

Related Projects/Groups: Essbare Stadt Köln, Netzwerk der Ernährungsräte


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Project Administrator:  Anna Wißmann , Zoe Heuschkel

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