Gespräch am 07.05.,16.15: Hansi mit Bobby über Frekonale, Wandelbündnis, Ökosystem-Modell und ein gutes Leben für alle

An diesem Dienstag wollen wir uns virtuell zusammensetzen und Gedanken austauschen. Dabei kann jede/r zuhören, der mag (und bei Bedarf Verständnisfragen stellen). Es geht dabei nicht darum, einander von irgendwas zu überzeugen, sondern einander zuzuhören, Gemeinsames zu finden; mit anderen Worten: um ein Gespräch eben.

Ich freu mich drauf. Bobby

Karte von morgen: Jahresrückblick 2018 - Die dezentraler Wirkung

Liebe Regional- und ThemenpilotInnen und liebe Wandelgestaltende!

Hinter uns liegt ein Jahr der Ausbreitung und des Netzwerkens. Vielen Dank an euch fürs kartieren und weitersagen. Die Geschichten von Mut, Gemeinschaft und Veränderung, die unsere gemeinsame Karte inzwischen erzählt, begeistert Viele. Die Fakten zeigen ebenfalls die Ausbreitung: So haben wir die Anzahl an kartierten Städte von 13 auf 27 verdoppelt und die Anzahl der Einträge von 1400 zu Silvester letztes Jahr auf 4200 sogar verdreifacht. Wir freuen uns, dass unser Netzwerk von morgen dezentral in vielfältigen Communities und durch viele engagierte Menschen mehr und mehr seine Wirkung zeigt!

Die Highlights für unser Kartenteam waren:

Zum Jahresende konnten wir mit Transition-München und den Pioneers of Change zwei erfahrene Wandelpartner gewinnen, mit denen wir nun die Karte weiterentwickeln und mit ihren Social-Entrepreneurship Erfahrungen ein nachhaltiges Finanzierungsmodell aufbauen werden.

Unsere zwei größten Vorhaben im nächsten Jahr sind der Pioneers of Change-Summit mit 30.000 Teilnehmenden und die Kartierung aller 80 Uni-Städte bis Oktober 2019.

Übersicht:

  • Pioneers of Change Summit 2019 mit der Karte von morgen

    • Werde Gastgeber*in!

  • Karte von morgen in allen Unistädten

    • Wir unterstützen dich

  • Regionalpilot*innen- Wie geht das in 3 Schritten?

    • Themenpilot*innen

  • Die App von morgen ist da!

    • Neues Design mit Transition München

  • Kommende Termine im nächsten Jahr

    • Regelmäßige Video-Telkos ab 9.1.

    • Makers 4 Humanity Lab 2019: 8-10.6. bei Leipzig

    • Wandel-Campus 2019: 3. - 6.10. bei Frankfurt

Pioneers of Change Summit 2019 mit der Karte von morgen

Im Sommer wurde Wien kartiert und damit sind wir dem Hoheitsgebiet der Pioneers of Change sehr nahe gekommen. Die Organisationen und Macher*innen des Wandels, die wir durch die Karte sichtbar machen, versammeln die Pioneers of Change in einem einzigartigen Online-Summit. Weil die Videos des Summits so persönliche Einblicke in die kartierten Bewegungen ermöglichen und da unsere Karte so schön sichtbar macht, wo die portraitierten Ideen bereits leben, arbeiten wir ab diesem Summit zusammen. Zum einen werden auf unserer Karte alle Regionaltreffen zum Summit sichtbar (wofür wir endlich die Terminfunktion programmieren!), zum anderen werden wir alle Teilnehmer*innen des Summits bitten, zum jeweiligen Vortrags-Video alle passenden Organisationen in ihrer Umgebung zu kartieren: Während dann beispielsweise Otto Sharmer spricht, kartieren wir zu #Theory-U, während Sina Trinkwalder redet, kartieren wir #fairfashion und bei Declan Kennedy zu #permakultur. So entsteht zu jedem Video eine Karte und der Online-Summit wird lokal sichtbar. Weitere Zusagen sind: Harald Welzer (enkeltauglich), Jane Goodall (#artenvielfalt, #rootsandshoots), Andrea Vetter (#degrowth), Ella Lagé (erneuerbar), Tobi Rosswog (#geldfrei), Nipun Metha (#schenkökonomie) David Steindl-Rast (#Spiritualität) und Helmut Wolman (#Kartevonmorgen).
Werde GastgeberIn!
Wir möchten dir ans Herz legen, das Momentum der 30.000 TeilnehmerInnen des Summits für deine Region zu nutzen und zu lokale Treffen ein zu laden. Als bestehende Gruppe, als Neugründung oder einfach als Privatperson, werde GastgeberIn und bringe Wandel-begeisterte lokal zusammen. Um dir persönlich alle Fragen zum Summit und zum Gastgeben zu beantworten, laden Stephanie von Pioneers of Change und Helmut von der Karte von morgen dich zu einem Zoom-Gespräch für Karte von morgen-Aktive am Mi. 9.1. um 20:00 ein. Offener Video-Call für alle Interessierten ist am Dienstags ab 15. 1. jeweils 19:30 Uhr und Freitags jeweils 11:00 Uhr (ausgenommen 1. Feb.)

Hier erfährst du mehr und kannst dich als GastgeberIn registrieren. (Nur registrierte Gastgeber bekommen weitere Infos zu den Terminen und Themen der Videos.)

Karte von morgen in allen Unistädten

Anfang Oktober war die Karte von morgen eines der Hauptprojekte auf dem Wandel-Campus, wo 15 Regional- und ThemenpilotInnen zusammen kamen. Neben einigen Ideen haben wir uns dort ein Ziel für 2019 gesetzt:
Wir wollen bis Oktober 2019 alle Initiativen und nachhaltigen Unternehmen in allen 80 Unistädten in Deutschland kartiert haben.
Damit wollen wir den vielfältigen kleinen Wandel-Geschäften und Gruppen, die im kommerziell geprägten Stadtbild oft untergehen, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen.

  • Warum alle Uni-Städte? Weil nur dann überregionale Medien und Studien-Informations-Seiten davon berichten und wirklich alle Ersties, auch außerhalb der Ökoblase, davon erfahren.
  • Aber es gibt ja schon in vielen Städten nachhaltige Karten!? Ja, aber zum einen oftmals sehr veraltet und zum anderen auf Insel-Karten, die nur wenige Menschen kennen. Die Karte von morgen bietet dazu eine überregionale, freie Open-Source alternative und baut gerade Schnittstellen zu Wechange und vielen anderen Plattformen. Wir haben zudem einen Wiki-Ansatz und da alle veraltete Einträge aktualisieren können, ist sichergestellt, dass die Karte stets aktuell ist.
  • Das ist doch mega viel? Ja, aber wir sind ja auch mega viele! 80 Nachhaltige Hochschulgruppen, 120 Transition-Town Initiativen, Pioneers of Change (A) und viele Weltbewusst-Gruppen sind im Boot. Und 26 Städte haben es bereits vorgemacht und sind kartiert - davon haben Mannheim, Darmstadt und Neukölln sogar schon Papierkarten.

Bereits kartierte Städte nach Postleitzahlen geordnet: Berlin-Neukölln | Potsdam | Hamburg | Lüneburg | Kiel | Hannover | Gießen | Göttingen | Köln | Bonn | Trier | Darmstadt | Kaiserslautern | Mannheim | Heidelberg | Stuttgart | Tübingen | Freiburg | Lörrach | München | Deggenhausertal | Nürnberg | Bayreuth | Wien | Interlaken | Uster

Wir unterstützen dich

  • durch eine kostenlose und übersichtliche Kartierungsplattform
  • durch technische, methodische sowie inhaltliche Beratung und beim Einbetten eurer Karte auf eurer Webseite
  • und helfen bei der Erstellung von Papierkarten sowie bei der Finanzierung der Druckkosten

Wenn deine Stadt noch nicht oben auf der Liste kartierter Städte zu finden ist, freuen wir uns, wenn du das Ziel in deiner Stadt umsetzt. Schau dir das Video mit Helmut dazu an und schreib uns einfach eine Mail oder trete unserer Wechange-Gruppe bei!

Videoeinladung zum Kartieren:
https://youtu.be/TUt509XFOkU

RegionalpilotInnen- Wie geht das in 3 Schritten?

Hier ein grundlegender Einschub wie du kartierst: von morgen ist lokal und real. RegionalpilotInnen (auch liebevoll #RegPis genannt) überprüfen vor Ort in erster Linie die Karteneinträge und deren Qualität und fördern darüber hinaus oftmals durch Bildungsveranstaltungen und Aktionen eine resiliente, vielfältige Gesellschaft sowie den regionalen Austausch. Sie beraten Organisationen ökologisch und integrativ zu arbeiten und fördern die Zusammenarbeit unter den Unternehmen von morgen.

Klingt kompliziert? Ist es nicht. Hier unser 3 Schritte Plan:

  1. Abonniere den Kartenabschnitt: Auf der Startseite www.kartevonmorgen.org klickst du oben rechts auf login. Danach kannst du dich registrieren und den Ausschnitt abonnieren. Die Schritte werden dir auf der Seite erklärt. Der Nutzer*innenname darf keine Punkte enthalten! Pro Account (Nutzername) kann nur eine Region abonniert werden. Pro Mailadresse können aber mehrere Accounts mit unterschiedlichen Nutzernamen erstellt werden. Bitte Passwort merken!
  2. Suche dir Mitstreiter*innen: Mit mehreren Menschen macht das ganze viel mehr Spaß, wir empfehlen auch leckere Snacks für die Treffen! (bis zu 200 € könnt ihr für eure Treffen, Fahrtkosten, Miete, Snacks... direkt bei Helmut beantragen). Nutze den Summit oder die Orientierungsveranstaltungen deiner Uni um eine Gruppe zu gründen.
  3. Kartiere deine Stadt: Überlege dir, welche zentralen Haupt-Stichworte ihr verwenden wollt. Direkt nach dem Kartieren kannst du Kontakt zu der Initiative/Unternehmen aufnehmen und sie so über von morgen informieren. Wenn das meiste Kartiert ist, helfen wir dir bei der Papierkarte oder dem Iframe für deine Webseite.

So einfach ist das!
Noch Fragen? Das Ganze steht nochmal ausführlich unter http://bildungsagenten.org/kartevonmorgen/3/, schreib Louisa oder ruf sie an 00491773876617!

ThemenpilotInnen

ThemenpilotInnen sind eher thematisch als regional verankert, können aber genauso kartieren (und haben daher eine ebenso wertschätzende Abkürzung: #ThemPis). Das Abonnieren einer Region macht hier natürlich wenig Sinn. Die Funktion, um Themen, also Hashtags, zu abonnieren, wollen wir 2019 endlich entwickeln.

Spende jetzt für die “universelle Abonnierfunktion”! Nur noch 890 € fehlen.
Für ThemenpilotInnen ist oft das Einbetten einer interaktiven Karte auf der eigene Homepage das interessanteste. Gerne helfen wir dabei. In der Liste der kartierten Themen siehst du, zu welchen 50 Themen von unterschiedlichen Netzwerken bereits Karten erstellt wurden.

Die App von morgen ist da!


Die häufigste Frage an RegionalpilotInnen war im letzten Jahr vielleicht “Gibt es das auch als App?” Endlich können wir JA sagen. Als im Oktober plötzlich Alex Reiner bei uns anrief, ein erfahrener App- und Softwarentwickler aus Erdmannhausen (neben Marbach), ging alles ganz schnell. Fast über Nacht entwickelte er eine erste App und zwar nicht nur für Android (Playstore Google) sondern zeitgleich für IOS (App-Store Apple).

Es ist unglaublich, dachten wir doch noch Anfang des Jahres, dass wir dafür je Betriebssystem 30.000 € Fundraisen müssten. Jetzt ist sie da und für den Stadtverkehr schon durchaus geeignet. (Bearbeiten von Einträgen geht nur online)
Ihr seid nun die ersten Benutzer! (Kleiner Tipp: Die App sieht anders aus, als das Design von 2014) Schreibt euer Feedback am besten direkt auf Github oder schickt es an Alex per Mail.

Zum Bewerben der App eignet sich unser neuer Impact-Film, den uns Markus Heilmann im Sommer gedreht hat: https://vimeo.com/307290862

Neues Design mit Transition München


In München gründet sich Deutschlands erste Transition-Genossenschaft und hat bereits 320 Mitglieder. Helft ihnen, jetzt die 450 GenossInnen voll zu kriegen. Als erste Amtshandlung haben sie Botho, ihren Designer und Softwarentwickler auf die Karte von morgen los gelassen, der ihr den letzten Schliff gibt, um München zu fairändern.
Lang erwartete Funktionen wurde dadurch praktisch über Nacht verwirklicht:

  • Hover-Info: Wenn du jetzt mit dem Mauszeiger über einen Pin fährst, wird dir der Name direkt angezeigt
  • Anklickbare Stichworte: Auf den Eintragsprofilen kannst du nun durch klicken auf ein Stichwort direkt die thematische Karte dazu aufrufen.
  • Verlinkung der Adresse mit Routenführer: Wenn du den Weg zum Eintrag suchst, kannst du mit einem Klick dir die Route anzeigen lassen.
    Teste das neue Design von Botho für München und sag uns, was du besser findest.
    Mehr zur Kooperation auf Betterplace

Kommende Termine im nächsten Jahr

Regelmäßige Video-Telkos ab 9.1.

Wir wollen ab jetzt monatliche Video-Konferenzen anbieten, um neuen RegionalpilotInnen Tipps und einen persönlichen Eindruck bieten zu können. Am Mi. 9.1. um 20 Uhr ist die erste Zoom-Telko zum Pioneers of Change Summit (siehe oben). Weitere Telkos sind dann immer am 9. jeden Monats um 19:30 Uhr im Wandelbündnis-Zoom-Raum.

Makers 4 Humanity Lab 2019: 8-10.6. bei Leipzig

Beim dritten m4h-Lab über Pfingsten auf Ferropolis treffen sich Menschen unterschiedlicher Organisationen und Bewegungen, die sich am sozial-ökologischen Wandel aktiv beteiligen wollen
durch ein eigenes Thema, beispielsweise der Kartierung von lokaler Nachhaltigkeit
und/oder durch Mitarbeit in dem eben entstehenden Wandelbündnis
und/oder durch die Verbindung mit anderen AkteurInnen in einem ähnlichen Themenfeld.
Dein Kommen wird sich lohnen, weil wir uns dort nicht nur als Karte von morgen-Aktive mal persönlich sehen und beraten können, sondern auch

  • weil Menschen aus ganz verschiedenen Themenbereichen einander kennengelernt und vertrauen gelernt haben
  • weil spannende und realistische Projekte für ein „gutes Leben für alle“ vorgestellt wurden
  • weil ein entstehende Bündnis für den sozial-ökologischen Wandel stärkende Impulse und neue Mitmachende gefunden hat.
    Feste Programmpunkte werden sein:
  • Markt der Möglichkeiten:

    • Stellwände, auf denen Ihr mitgebrachte Infos/Anliegen/Flyer/Poster etc. anheften könnt. Das sind Kontakt- und Info-Boards mit der Besonderheit, dass zu jedem Thema vor Ort ein*e Ansprechpartner*in existiert.

  • Workshops/Präsentationen/Vorträge
  • Themengruppen
  • Vegane Vollverpflegung (letztes Jahr von allen sehr geschätzt) umgeben vom Charme alter Kohlebagger auf dieser faszinierenden renaturierten Halbinsel
  • Inspirierende Begegnungen, auch mit Musik, in der leipziger Kulturjurte von Ideen³ e.V. und am abendlichen Lagerfeuer am See.
    Weiterlesen und anmelden (ab Februar)

Wandel-Campus 2019: 3. - 6.10. bei Frankfurt

Das Lern- und Arbeitstreffen für entwicklungspolitisch interessierte junge Menschen findet jährlich Anfang Oktober statt. Auch hier geht es um Vernetzung, Begeisterung und Transformation, wie im letzten Jahr wieder in der Waldorfschule Dietzenbach. Vormittags gibt es methodisch und thematische Workshops rund um Entwicklungspolitik, Gerechtigkeit oder soziales Wirtschaften und am Nachmittag ist Zeit für Projekttreffen, wo wir als Regional- und Themenpilot*innen sowie Bildungsagent*innen an der Karte und unseren Ideen arbeiten können.
Weiterlesen und anmelden (ab Mai)

Diese zwei öffentliche Veranstaltungen, wo wir eigene Karte -von-morgen-Slots haben werden eignen sich am besten für neue Interessenten und "geringfügig involvierte", die Menschen hinter dieser Plattform kennenlernen wollen. Für Tipps und Fragen reichen vielleicht die Gesichter der regelmäßigen Telkos. Zwischendurch werden wir sicherlich immer wieder intensive Arbeitstreffen in Mannheim (Ideen³ e.V.), Stuttgart (slowtec GmbH), München (Transition München) oder Wien (Pioneers of Change) haben (die neue Achse von morgen) um die technische Weiterentwicklung zu besprechen.
Kannst du kommen? Wir können immer Menschen brauchen, die mitdenken, die Karte auf Konferenzen vertreten und Regionalpilot*innen beraten bzw. Kontakte knüpfen damit sich die Karte weiter verbreiten…

Wir wünschen euch ein lebendiges Jahr 2019
Louisa, Helmut und euer Team von morgen


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Fragen frei fürs Wandelbündnis

Menschen und Organisationen, die sich gerne mit der Initiativgruppe des entstehenden Wandelbündnis austauschen möchten, Fragen haben oder gleich vernetzen/mitmachen wollen, haben am 17.12. von 19-21 Uhr und/oder 13.01.2019 von 17.30-19.30 Uhr die Gelegenheit, mit einigen von uns via Videokonferenz (Zoom) in Kontakt zu kommen. Der Zeitpunkt passt, weil schon einige Grundlagen geschaffen wurden und der Termin für die 2. Wandelkonferenz schon feststeht (29.-31.03.2019). Bitte gib deine Teilnahme an, du bekommst dann die Zugangsdaten via Wechange geschickt.

*WECHANGE bekommt ein Update*

Liebe WECHANGE nutzer, Heute bekommt das WECHANGE Portal ein Update.
Deswegen wird es zwischen 19:00 und 24:00 zu einem kurzen 5 minütigen Ausfall kommen.
Wir bitten dies zu entschuldigen. Abgesehen von dem kurzen Ausfall wird alles wie gewohnt Funktionieren.

LG euer
WECHANGE Team

Tag der Stiftungen am 01.10.2018 in Berlin

Ihr Lieben, hier noch der Verweis auf eine spannende Veranstaltung, organisert von der Stiftung Erneuerbare Freiheit, einer Kooperationspartnerin des green net projects. Der offizielle Flyer hängt als PDF an diesem Post.
Herzliche Grüße und vielleicht ja bis Montag :)

Wie aus der ökoligenta die ökoligenta wurde

Mündlich habe ich die Geschichte der ökoligenta schon öfters erzählt, jetzt will ich’s auch mal schriftlich tun. Letztlich begann alles mit Gabi Bott aus Sieben Linden. Das weiß sie nur nicht. Über sie hatte ich von der Tiefenökologie und Joanna Macy und ihrem Ruf nach dem Großen Wandel erfahren. Nach einem Großen Wandel, der die gesamte westliche Zivilisation umfassen muss, um sie zukunftstauglich zu machen. Danach sehnen sich inzwischen unendlich viele Menschen, die alle spüren: So kann und darf es nicht weitergehen. Viele von ihnen haben aber resigniert. „Da kann man doch nichts machen. Unsere Zivilisation fährt unweigerlich gegen die Wand. Es ist zu spät.“ So die häufige, landläufige Meinung.

Die unterseeische Wandelbewegung

Aber ich wusste und weiß: „Man kann!“ Dieser Große Wandel ist längst im Werden. Es gibt ihn, aber noch ist er eine Art unterseeische Strömung, von der an der Oberfläche noch kaum Notiz genommen wird. „Sieben Linden“ selbst ist ein Teil davon oder, weniger weit von Würzburg entfernt, die „Gemeinschaft Schloss Tempelhof“. Aber auch 1001 einzelne Menschen, die für kleine, weltfreundliche Projekte arbeiten und kämpfen oder ganz einfach („Nein, es ist eben nicht einfach!“) ihr Leben verantwortungsvoll zu leben versuchen.
Viele Häuflein von Aufrechten also, quer übers Land, quer über Europa, quer über die Welt verteilt. Und nicht nur werden sie von der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen; meistens kennen sie einander nicht, weder die einzelnen noch die Projekte untereinander. Klar, es gibt Blasen, in denen man sich kennt, Blasen, die sich durch die Möglichkeiten des Internets schon ziemlich groß anfühlen. Und doch Blasen geblieben sind.

Ökoligenz – eine neue menschliche Eigenschaft

Man müsste also ein regelmäßiges Treffen dieser Menschen, Projekte und Ideen organisieren, dachte ich mir, damit sie sich nicht nur kennenlernen, sondern sich auch Synergien entfalten können. Nur wie dieses Treffen organisieren, wie es finanzieren? Eine Grüne Messe wäre vielleicht eine Lösung, wo einerseits die Wandler*Innen ihre Ideen und Projekte austauschen könnten, andererseits umwelt- und ökologieinteressierte Verbraucher*innen – gegen Eintritt – dieser „Avantgarde des Großen Wandels“ begegnen könnten.
Darüber dachte ich nach, als ich Alander Baltosée begegnete. Er hatte bereits seit einigen Jahren im Meer der Möglichkeiten für einen Großen Wandel recherchiert und die Ergebnisse in seinem 2011 erschienenem Doku-Roman „Jamilanda“ zu einer Social Fiction verwoben, in der er einen selbstverwalteten Kleinstaat in Hessen visioniert. In den Dörfern der ländlichen Region verwirklichen Menschen ein zukunftsfähiges Leben, und zwar zukunftsfähig in jeder Hinsicht: sozial, kooperativ, ökologisch nachhaltig, mit nachwachsenden Rohstoffen selbstversorgend, grün-technisch optimiert, gärtnerisch differenziert, erzieherisch Potenzial entfaltend und nicht zuletzt auch innerlich seelisch. Damit das Miteinander und Synergetische in „Jamilanda“ klappt, ist „Ökoligenz“ nötig. Mit diesem neuen, von ihm geprägten Begriff beschrieb Alander eine (neue) menschliche Eigenschaft, in der sich rationale und emotionale Intelligenz mit einem Gespür für das ökologisch Richtige verbinden. (Begeistert und erstaunt von den vielen ökologischen und sozialen Innovationen, die abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit aufkeimten, recherchierte er weiter und widmet sich seither in seinen journalistischen Artikeln ökoligenten Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Ökoligenz, ja, das war ein prima Begriff, der auf den Punkt bringt, was wir brauchen.)

Die Messe Ökoligenta – Anfang und Ende einer Wandelvision

Gemeinsam begannen Alander und ich eine Veranstaltung zu entwerfen, die wir – in Anklang an die Kasseler dokumenta – Ökoligenta nannten. Es sollte eine Kombination werden aus Grüner Messe, Festival des Wandels und Treffen für die Wandler*innen. Wir hielten das für machbar, weil wir auf Sanne* stießen, die sich auch für die Idee begeisterte und den Bürgermeister des kleinen Städtchens T. animieren konnte, uns ein wunderschönes Festivalgelände auf einem Wasserschloss für einen relativ günstigen Preis zur Verfügung zu stellen. Und was noch viel wichtiger war: Sanne fürchtete sich vor nichts und niemand, strahlte ein kraftvolles Selbstvertrauen aus und schien die optimale Vertriebsfrau für unsere Sache zu sein.

Nun, das Projekt ging gründlich schief. Widrige Winde bliesen uns ins Gesicht, der Veranstaltungsort erwies sich als extrem schwierig und die Gefahr, bei schlechtem Wetter mit 50.000 Euro Miesen nach Hause zu gehen – die wir nicht hatten – war groß. Hinzu kam, dass Sanne sich immer weniger für die Ursprungsidee interessierte, sondern angesichts des allmählich drängenden Termins immer mehr unter Druck geriet – und viel zu wenige Aufträge brachte. Warum und wieso das so kam, das will ich hier nicht ausbreiten und ist Schnee von gestern. Jedenfalls zogen wir die Notbremse, sagten die Sache ab und kamen mit einem blauen Auge in Form von ein paar Tausend Euro Miesen davon. Das Versprechen „Wir tragen das gemeinsam“ erwies sich als inhaltslos, und für eine solche Sache und Idee den Anwalt zu bemühen, kommt für uns nicht in Frage. Es sollte nicht sein, und jetzt ist es besser, schöner, richtiger geworden.

Ökoligenta – das Wandelnetz

Nun hatten wir also eine wunderbare Idee, einen klangvollen Namen und eine stattliche Homepage, aber das Projekt war uns zwischen den Fingern zerronnen und die Beziehung zu Sanne war dabei auch zu Bruch gegangen. Das war für alle Seiten erst einmal ein Schock. Aber auch eine Lehre. Ein Teil des Teams war ja noch da, und wir besannen uns auf den eigentlichen Kern der Idee: Synergien zu schaffen und Öffentlichkeitsarbeit für den Großen Wandel zu machen.
Also setzten sich Alander und ich an die Homepage und erschufen sie so gut wie neu. Seite für Seite, Rubrik für Rubrik, Text für Text, Bild für Bild. Das funktionierte (und funktioniert), als hätten wir das schon immer so gemacht. Einer schrieb, der andere ergänzte und umgekehrt. Wir feilten hin und her, bis der Text für uns stimmte, wobei ich eher der nüchterne Part bin, Alander der poetische. Weshalb der letzte optische Feinschliff der Seiten auch bei ihm lag und liegt. „Ökoligenta – das Wandelnetz“ war wie ein Phönix aus der Asche entstanden!
Offenbar hatten wir uns erst durch das Dickicht konventioneller Ideen kämpfen müssen, um da zu landen, wo wir jetzt sind: in enger Verbindung mit green net project, makers for humanity und der Karte von morgen, mit Connected Awareness, Human Connection und vielen anderen Projekten des Großen Wandels, zu dem wir weiter so aktiv wie möglich beitragen werden – nicht, indem wir gegen etwas kämpfen, sondern uns für etwas engagieren. Und siehe da: Jetzt gibt es ein regelmäßiges Treffen der Akteure der Wandelbewegung in Ferropolis. Und 2019 wird es ein großes Mitweltfestival geben. Dazu später mehr.

Und das alles vielleicht ja mit Euch, die Ihr dies lest und hoffentlich auch in der einen oder anderen Weise zum Großen Wandel beitragt. Es gibt viel zu tun. Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, ist herzlich eingeladen. Jede Stunde zählt.

  • Name geändert

Schriftstellerin Sibylle Berg will das Internet grundlegend reformieren

> Die Autoren Sibylle Berg, Marc-Uwe Kling und Juli Zeh haben eine Genossenschaft gegründet, die Tools zur Verschlüsselung entwickeln soll. Hinter dem Ganzen steht das Open-Source-Projekt Pretty Easy Privacy.

https://t3n.de/news/sibylle-berg-marc-uwe-kling...

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich den PEP Coop -Genossen erzählen, dass es Fediversum und Hubiversum gibt. Ah ja - und frekonale e.V. als Teil der Wandelbewegung gibt's auch. Vlt. ist die Bits-und-Bäume-Konferenz diese Gelegenheit?

~ Bits & Bäume ~ Die Konferenz für Digitalisierung und Nachhaltigkeit

> Zitatanfang
18.17.-18.11.2018
Ort: Technische Universität Berlin
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Wir bringen Communities zusammen!

In den letzten Jahrzehnten sind gesellschaftsverändernde Bewegungen gewachsen, die ihrer jeweils eigenen Utopie folgen: Sie kämpfen dafür, die Natur und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, für faire Arbeitsbedingungen ohne Ausbeutung, für eine Eindämmung der Macht von Konzernen und gegen die Zerstörung des Planeten. Sie setzen sich ein für demokratische Teilhabe, für nachhaltige Produktions- und Konsumweisen, für gerechten Handel zwischen globalem Süden und Norden und für verbindliche Regeln für die Wirtschaft im Sinne dieser Ziele. Andere Communities arbeiten konkret daran, die Digitalisierung so zu gestalten, dass Bürgerrechte, Schutz der Privatsphäre, Datenschutz, Souveränität und Demokratie für eine offene Gesellschaft gewahrt sind. Sie stehen auf für einen freien Zugang zum Wissen der Mächtigen, für eine Kultur des Miteinander-Teilens, für eine überwachungsfreie digitale Welt, für flache Hierarchien, globale Vernetzung und Dezentralität, für Selbstbestimmung und Menschenrechte angesichts eines Zeitalters der Künstlichen Intelligenz und der Übermacht globaler Internet-Monopole.
> Zitatende

Weiterlesen --> https://bits-und-baeume.org/

Redundanzen in der Wandelbewegung sind unvermeidlich und immer wieder auch vorteilhaft

In einem bestimmten Kontext sind Redundanzen in der Wandelbewegung unvermeidlich und diese Redundanzen können auch Vorteile bringen.

> Instead of collaborating, people go off on their own projects that duplicate work and effort for pretty much no gain. It's not surprising: everyone wants to be a chief, no one wants to be an indian, so to speak.

https://social.stephanmaus.de/channel/ouroboros...

Die Formulierung oben bringt m.E. das Problem treffend auf den Punkt - viele Mitmenschen investieren viel Zeit und Energie für Aktivitäten, Tätigkeiten, die eigentlich auf die Erreichung von gleichen Zielen gerichtet sind. Abgesehen davon, dass die Haltung "everyone wants to be a chief, no one wants to be an indian" sehr menschlich (und vermutlich insbesondere männlich ist ;-) und quasi zu der Natur der Sache gehört, ich bin der Meinung, dass in einem bestimmten Umfang ist so eine Parallelität auch sinnvoll. Ich meine projekttechnisch könnte man derart parallele Abwicklung von Aktivitäten als eine Art try and error in der Projektorganisation sehen, wo man in einer Situation, wo ein Projektzweig ggf. in einer Sackgasse endet, ein anderer Zweig auch bereits weit fortgeschritten ist und kann weiterentwickelt werden ohne dass man erst warten muss, bis ein neues Projekt auf die Beine gestellt wird. Eine Diversifizierung, die längerfristig für mehr Sicherheit sorgen kann.

Man kann die "Verschwendung" von Ressourcen in parallelen Projekten auch philosophisch sehen - der Weg ist das Ziel, Hauptsache die Beteiligten haben Spaß daran :-). In vielen Communities ergibt sich derart Parallelität aus politischen Gründen. Man setzt ganz bewusst auf die Dezentralität und dann entstehen die Parallelitäten bei der Projektentwicklung quasi zwangsläufig.

Ich habe mir diese Tage zu diesem Thema im Kontext der Wandelbewegung Gedanken gemacht und habe so eine Zusammenfassung https://hub.freecommunication.org/cloud/nmoplus... erstellt. Ziel dieser kompakten Zusammenfassung ist, die Akteure der Wandelbewegung dazu zu animieren, sich über mögliche Synergiepotenziale Gedanken zu machen.

Anmerkung: mit dem Ausdruck WiR (water in the rock) ist ein Bild "Wassertropfen im Berg oder auch auch Wassertropfen oder Wassermassen auf dem Berg", die das Potenzial haben den Berg herunter zu fließen - unaufhaltsam, den Berg zu sprengen, wie das in ein Fels eingedrungene Wasser beim Einfrieren den Felsen sprengt - und letztendlich abzutragen, nach und nach, gemeint. Mit dem Berg meine ich in diesem Kontext das jetzige im Wandel befindende Gesellschaftssystem.

Bericht von der D2030 Zukunftskonferenz

Danke Peter für den Bericht D2030 Zukunftskonferenz. Ich glaube, ich habe den Faden der D2030 erfasst. Bleibt zu hoffen, dass irgendwas von diesen gutgemeinten Anregungen bei den Entscheidungsträgern in der Politik ankommt.

Ich rege an, Peter, dass der Bericht dann hier veröffentlicht wird, sobald du soweit bist.